Mittelmeer - Aktuell

 

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Seenotrettung im Mittelmeer © seawatchcrew @ Twitter

356 MENSCHEN AN BORD

„Sea-Watch 3“ rettet weitere Flüchtlinge in Seenot

Dienstag, 07.06.2022, 5:44 Uhr

 

Bei mehreren Einsätzen binnen weniger Tage hat das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ insgesamt mehr als 350 Geflüchtete in Seenot an Bord geholt. Im Mittelmeer sind in diesem Jahr bislang mehr als 800 Menschen ertrunken oder werden vermisst. Die Besatzung der „Sea-Watch 3“ hat binnen weniger Tage und nach mehreren Einsätzen im Mittelmeer insgesamt 356 Geflüchtete aus Seenot gerettet. Wie die Organisation Sea-Watch am Sonntag und Montag auf Twitter mitteilte, wurden beim Einsatz am Sonntag 85 Gerettete an Bord des Schiffes geholt. Bei dieser Rettungsaktion sei ein „illegaler Pullback“ verhindert worden: Die libysche Küstenwache habe – „unterstützt von Malta & Frontex“, wie die Seenotretter schreiben – die Absicht gehabt, die 85 Menschen mit ihrem Boot nach Libyen zurückzuschleppen.        Hier weiterlesen ... Klick mich

 

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Sea-Watch, Rettungsschiff, Mittelmeer, Flüchtlinge, Hilfe
Das Rettungsschiff Sea-Watch rettet Flüchtlinge im Mittelmeer (Archivfoto) © sea-watch.org

 

ZU VIELE GERETTETE AN BORD

Italien beschlagnahmt „Sea-Watch 3“

Erst im Februar konnte die „Sea-Watch“ nach monatelanger Festsetzung wieder zum Einsatz im Mittelmeer starten. Sie rettete dabei 363 Menschen. Jetzt liegt das Schiff wieder fest. Die Seenotretter sprechen von Schikane.

Dienstag, 23.03.2021

Nach nur rund einem Monat auf See ist das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ erneut ausgebremst. Die italienische Küstenwache setzte das Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch am Sonntagabend im Hafen von Augusta in Sizilien fest und begründete dies mit Sicherheitsmängeln. Die Seenotretter hatten Anfang März 363 vor der libyschen Küste aufgegriffene Bootsflüchtlinge nach Augusta gebracht.

Es war der erste Einsatz nach mehrmonatiger Zwangspause, bei der die „Sea-Watch 3“ nach einem Rettungseinsatz im Juni ebenfalls in Italien beschlagnahmt worden war.

Vorwurf: Zu viele Menschen transportiert

Ein Vorwurf laute nun, dass das Schiff zu viele Menschen transportiert habe, sagte Sea-Watch-Sprecherin Mattea Weihe am Montag dem „Evangelischen Pressedienst“. Das sei absurd, zynisch und extrem frustrierend. Laut italienischem Rundfunk steht außerdem der Vorwurf im Raum, die Besatzung habe im Hafen von Augusta Hydraulik-Öl abgelassen. Im Rahmen einer Hafeninspektion an Bord des Schiffes seien überdies Mängel bei Brand- und Umweltschutzmaßnahmen festgestellt worden. „Es ist wie beim letzten Mal“, sagte Weihe. Jeder mögliche Punkt muss als Begründung für die Festsetzung herhalten.“ Dabei sei das Festhalten des Schiffes politisch motiviert. „Es ist reine Schikane.“

Italienische Behörden nehmen regelmäßig Inspektionen auf privaten Seenotrettungsschiffen vor und verfügen in der Folge deren Beschlagnahmung. Auch die aus Spenden erworbene „Sea-Watch 4“ war im vergangenen Jahr nach ihrer ersten Rettungsmission im September im Hafen von Palermo festgesetzt worden. Vor drei Wochen hob das Verwaltungsgericht Palermo die Blockade des Rettungsschiffs bis zu einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) auf. Der EuGH soll über die von Sea-Watch in Palermo eingelegten Rechtsmittel gegen die Festsetzungen ihrer Rettungsschiffe befinden.

Derweil wartet die „Ocean Viking“ der Organisation SOS Méditerranée mit 116 Geretteten an Bord im Mittelmeer auf die Zuweisung eines Hafens. Das schlechte Wetter wirke sich auf den Gesundheitszustand der Menschen aus, erklärte die Organisation am Sonntag. Die Besatzung des Schiffes hatte am Samstag 106 Menschen aus einem überbesetzten Schlauchboot vor der libyschen Küste aus Seenot gerettet. Am Donnerstag hatte sie zehn Flüchtlinge an Bord genommen. (epd/mig)

 

2.3.2021

 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer von United4Rescue,

endlich ist es soweit: Die Sea-Watch 4 ist wieder frei! Wir sind glücklich und erleichtert, dass die Festsetzung unseres ersten Bündnisschiffes nach fünf Monaten aufgehoben wurde und es bald wieder in den Einsatz gehen kann!

Und nicht nur das: Die Sea-Watch 3 hat in der vergangenen Woche nach über sieben Monaten Festsetzung in fünf Missionen 363 Menschen gerettet – aktuell liegt das Schiff vor Sizilien und wartet auf die Zuweisung eines sicheren Hafens. 

Viele tolle Nachrichten von Sea-Watch, über die wir euch nicht nur in diesem Newsletter informieren, sondern über die wir in der kommenden Woche auch live mit Oliver Kulikowski, Pressesprecher von Sea-Watch, reden werden. Ihr könnt das Event am Dienstag, den 9. März um 18:00 live bei YouTube verfolgen und eure Fragen stellen – Save the Date! 

Herzliche Grüße

Euer sehr glückliches United4Rescue-Team

Die Sea-Watch 4 ist endlich frei

Vor über fünf Monaten, am 19.09.2020, wurde die Sea-Watch 4 nach einer elfstündigen Hafenstaatkontrolle unter fadenscheinigen Gründen in Palermo festgesetzt. Der Hauptvorwurf damals: Die Rettung von Menschenleben entspreche nicht der Hauptregistrierung des Schiffes. Außerdem habe das Rettungsschiff zu viele Rettungswesten an Bord und das Abwassersystem sei nicht für die Anzahl möglicher geretteter Personen geeignet. Auch die mehrfache Bestätigung des deutschen Flaggenstaates, dass die Sea-Watch 4 alle erforderlichen Regularien ihrer Registrierung erfüllt und ein sicheres und bestens ausgestattetes Schiff ist, konnte die italienischen Behörden nicht umstimmen. 

Um diesen politisch motivierten Hafenstaatkontrollen und den daraus resultierenden Festsetzungen ein Ende zu setzen, hat sich Sea-Watch Ende Oktober 2020 dazu entschieden, Klage zu erheben. Nach mehreren Anhörungen verwies das regionale Verwaltungsgericht in Palermo den Fall Ende Dezember an den Europäischen Gerichtshof (EuGH). Dieser soll nun die generelle Rechtmäßigkeit der Anwendbarkeit der europäischen Richtlinie zur Hafenstaatkontrolle auf humanitäre Schiffe prüfen. Mit dem heutigen Urteil hat das Verwaltungsgericht in Palermo die Festsetzung bis zur Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vorläufig ausgesetzt. Dieser Beschluss gilt nicht nur für die Sea-Watch 4, sondern auch für die Sea-Watch 3, so dass beide Schiffe ab sofort wieder im zentralen Mittelmeer operieren können.Die Richterin verwies in ihrer Entscheidung darauf, dass die Sicherheit der Schiffe auch im Falle von Notsituationen durch den Flaggenstaat und den Schiffskapitän gewährleistet ist. Sie betonte zudem, dass in jedem Fall der Transport von geretteten Personen an Bord auf die Zeit beschränkt ist, die für ihre Anlandung an einem sicheren Ort unbedingt erforderlich ist. 

Die Sea-Watch 4 wird nun in die Werft überführt, wo einige Arbeiten durchgeführt werden, die durch die lange Festsetzung nötig geworden sind. Anschließend wird sie schnellstmöglich wieder in den Einsatz ins zentrale Mittelmeer starten.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) Heinrich Bedford-Strohm hat sich erleichtert über die Freigabe der Sea-Watch 4 geäußert: „Ich bin dankbar und erleichtert über die Entscheidung des italienischen Gerichts. Die Sea-Watch 4 darf jetzt wieder auslaufen. Und das ist auch dringend nötig. Allein in den ersten Wochen dieses Jahres sind bereits 185 Menschen im zentralen Mittelmeer ertrunken. Europa darf dabei nicht einfach zuschauen. Jeder Mensch ist geschaffen zum Bilde Gottes. Jedes einzelne Menschenleben ist kostbar. Deswegen ist es so wichtig, dass wenigstens die zivilen Seenotretter dort vor Ort sind und Leben retten können. Die Freigabe des Schiffes war längst überfällig.“ 

Auch Thies Gundlach, Vorsitzender von United4Rescue zeigt sich erfreut: „Es ist ein Segen, dass die „Sea-Watch 4 - powered bei United4Rescue“ wieder auslaufen kann. Zur Schande Europas ertrinken immer noch flüchtende Menschen - dank der Sea-Watch 4 hoffentlich bald einige weniger. Denn man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.”

Sea-Watch 3 rettet 363 Menschen

Währenddessen wartet die Sea-Watch 3 mit 363 geretteten Personen an Bord vor der Küste Siziliens auf die Zuweisung eines sicheren Hafens. Nach über siebenmonatiger Festsetzung war die Sea-Watch 3 am 19. Februar wieder in den Einsatz gegangen. In fünf Einsätzen konnte das Rettungsschiff zwischen dem 26.02. und dem 28.02. insgesamt 363 Menschen aus Seenot retten. In einem sechsten Einsatz konnte die Crew zudem ein weiteres Boot mit ca. 90 Menschen stabilisieren, bis die italienische Küstenwache eintraf. Unter den Geretteten auf der Sea-Watch 3 sind 47 Frauen, einige von ihnen schwanger, sowie ca. ein Drittel Minderjährige, davon 120 ohne Begleitung. 

United4Rescue im Live-Gespräch mit Sea-Watch am 9. März um 18:00 bei YouTube

Fragen nach der Zukunft der Sea-Watch 4 und den aktuellen Ereignissen werden uns seit Wochen regelmäßig gestellt. Am 9. März um 18:00 haben wir Oliver Kulikowski, Pressesprecher von Sea-Watch, für ein Live-Gespräch zu Gast. Dort habt ihr die Möglichkeit nicht nur live beim Gespräch dabei zu sein, sondern auch eure Fragen direkt zu stellen. Wenn ihr vorab schon Fragen habt, sendet diese gern an mitmachen@united4rescue.com. Die Veranstaltung könnt ihr am 9. März um 18:00 hier verfolgen.

Hallo Ulrich, 


26.2.2021


nachdem sowohl unser Flaggenstaat als auch die spanischen Behörden die Sicherheit unserer Sea-Watch 3 erneut bestätigt hatten, nahm unser Schiff letzten Samstag wieder Kurs auf das zentrale Mittelmeer. Bereits kurze Zeit nach Ankunft im Einsatzgebiet informierte uns die Initiative Watch the Med - AlarmPhone heute in den Morgenstunden über einen Seenotfall. Wenig später konnte unsere Crew 45 Menschen sicher an Bord der Sea-Watch 3 bringen. Unter den Schutzsuchenden befinden sich 16 Minderjährige. 

Fotos: Selene Magnolia

Während sich unser Guest Care Team und unser medizinisches Personal nun um die Versorgung der 45 Gäste kümmert, hält der Rest der Crew weiterhin Tag und Nacht nach Booten in Seenot in Ausschau. Da sich das Wetter in den letzten Wochen gebessert hat, finden wieder vermehrt Abfahrten von der libyschen Küste statt. Allein dieses Jahr haben bereits mehrere tausend Menschen die lebensgefährliche Reise über das zentrale Mittelmeer angetreten. Wir wissen von mindestens 160 Menschen, die beim Versuch, ein sicheres Leben in Europa zu finden, ertrunken sind.

Wir sind froh, wieder im Einsatzgebiet zu sein und damit der tödlichen Abschottungspolitik Europas etwas entgegensetzen zu können. Dabei werden wir aus der Luft von unserem zivilen Auge über dem Mittelmeer, der Moonbird, unterstützt, die auch heute wieder im Einsatz war.

Allein letzte Woche hat unsere Flugzeugcrew um die 900 Menschen in Seenot entdeckt. Seit Anfang des Jahres wurden über 3.000 Menschen zurück nach Libyen gebracht, wo ihnen Gefängnis, Folter, Versklavung und Tod drohen. Die Initiative Pilotes Volontaireswurde zudem Zeugin einer Rückführung durch die sogenannte Libysche Küstenwache, bei der fast 20 Menschen ertrunken sind.

Während die EU-finanzierte sogenannte Libysche Küstenwache ohne Rücksicht auf Verluste damit beschäftigt ist, Menschen zurück ins Bürgerkriegsland Libyen zu schleppen, kam es letzte Woche zu einer dramatischen Rettung durch das kommerzielles Handelsschiff VOS Triton.

Nachdem ein Schlauchboot am 18. Februar mit 120 Menschen von Libyen aus in See gestochen war, begannen sich nach zwei Tagen auf hoher See die Luftkammern des Bootes zu leeren. Als die VOS Triton zur Rettung nahte, waren bereits mehrere Menschen ertrunken. Die schwierigen Bedingungen des Einsatzes hatten zur Folge, dass nur 77 Menschen sicher an Bord der VOS Triton gelangten. Von den Todesopfern konnte lediglich ein Körper geborgen werden. Unter den Vermissten befinden sich drei Kinder und vier Frauen. Eine der Frauen hinterlässt ein neugeborenes Baby, das sie zuvor auf dem Schlauchboot zur Welt gebracht hatte.

Als wäre dieses unendliche Leid nicht schon genug, nahm die Tragödie anschließend ihren Lauf: Nachdem sich die verantwortlichen Behörden weigerten, der Besatzung der VOS Triton einen sicheren Hafen zuzuweisen, versuchte die mittlerweile verzweifelte Schiffscrew, die Geretteten auf eigene Faust in Lampedusa an Land zu bringen - ohne Erfolg. Die Menschen an Bord versuchten daraufhin, eine würdige Bestattung für die verstorbene Person an Bord zu organisieren. Mittlerweile wurde dem Schiff Porto Empedocle als sicherer Hafen zugewiesen und die 77 Überlebenden konnten die VOS Triton endlich verlassen.

Fotos: David Lohmueller

Wir sind erleichtert, dass es 77 Menschen, die durch die Hölle gegangen sind, nach Europa geschafft haben und dass sich 45 Menschen an Bord der Sea-Watch 3 jetzt in Sicherheit befinden. Gleichzeitig toben wir vor Wut, denn während die EU systematisch Rettungseinsätze behindert und einsatzbereite Rettungsschiffe blockiert, sterben immer noch täglich Menschen auf dem zentralen Mittelmeer.

Da durch willkürliche Hafenstaatkontrollen immer mehr Schiffe wie unsere Sea-Watch 4vom Retten abgehalten werden, gehen wir aktuell mit juristischen Mitteln dagegen vor. Eine positive Entscheidung vor dem europäischen Gerichtshof wird sich nicht nur auf unsere, sondern auf alle zivilen Seenotrettungsschiffe auswirken, die sich solchen politisch motivierten Hafenstaatkontrollen ausgesetzt sehen.

Egal welche perfiden Methoden sich die europäischen Staaten ausdenken, um die zivile Flotte zu blockieren - wir werden stets dagegen vorgehen, denn Aufgeben ist für uns keine Option! Dafür brauchen wir jedoch den Rückhalt der Zivilgesellschaft: Lasst uns alle gemeinsam den EU-Staaten klar und deutlich zu verstehen geben, dass die tödliche Abschottungspolitik im zentralen Mittelmeer nicht tolerierbar ist und nicht in unserem Namen geschieht!

Hallo Ulrich, 


21.2.2021


es ist schon mehr als 7 Monate her, dass nach drei erfolgreichen Rettungen 211 Menschen die Sea-Watch 3 in Italien verlassen durften. Doch im Anschluss wurde die Sea-Watch 3 erneut festgesetzt. Nach knapp drei Monaten Blockade durften wir unser Schiff einmalig nach Spanien in die Werft bringen. Die Zwangspause in Spanien haben wir genutzt und mit der Hilfe von dutzenden Freiwilligen anstehende Wartungsarbeiten und Umbauten vorgenommen. Erneut haben nun sowohl unser Flaggenstaat Deutschland als auch die spanischen Behörden die Sicherheit der Sea-Watch 3 bestätigt. Wir freuen uns Dir heute sagen zu können, dass wir seit gestern Abend endlich wieder Kurs auf das zentrale Mittelmeer genommen haben.

Foto: Selene Magnolia
Nach abgeschlossener Quarantäne und einem negativen PCR Test kam die Crew an Bord. Vor Abfahrt hat sich die Besatzung mit verschiedenen Trainings auf den Einsatz vorbereitet. Auch die mehrtägige Überfahrt in die Such- und Rettungszone vor der libyschen Küste wird die Crew mit Übungen und Vorbereitungen verbringen, um voll einsatzbereit zu sein, wenn sie im Rettungsgebiet eintrifft.
Fotos: Selene Magnolia

Dort werden wir nachwievor dringend gebraucht. Denn in diesem Jahr starben bereits dreimal so viele Menschen, wie Tage im Kalender vergangen sind. Und auch dieses Wochenende hat unser Aufklärungsflugzeug Moonbird wieder hunderte Menschen in Seenot gesichtet. Die Sea-Watch 3 kehrt in den Einsatz zurück, um der tödlichen Abschottungspolitik der EU etwas entgegenzusetzen.
Foto: Selene Magnolia

Währenddessen wird unser zweites Schiff, die Sea-Watch 4, noch immer von den italienischen Behörden blockiert. Die Festsetzung durch willkürliche Hafenstaatkontrollen ist inzwischen zur Normalität geworden, um Rettungsschiffe am Auslaufen zu hindern. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, gerichtlich dagegen vorzugehen. Nach mehrfachen Anhörungen verwies das Verwaltungsgericht in Palermo den Fall an den Europäischen Gerichtshof. Ein positives Urteil dort soll politisch motivierten Haafenstaatkontrollen ein Ende setzen und betrifft nicht nur unsere Sea-Watch 4: Es wäre ein wichtiger Schritt gegen behördliche Willkür und für Rechtssicherheit aller im Mittelmeer aktiven NGOs.

Von uns allen an Land, auf dem Wasser und in der Luft ein herzliches Danke an Dich für Deine Unterstützung! Jeder einzelne Beitrag hilft, uns für Menschenrechte einzusetzen - ohne Kompromisse!



Hilf uns bei unserer Arbeit durch Deine Spende oder Fördermitgliedschaf

 

 

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Liebe Unterstützer*innen von United4Rescue,                                                                                            4.2.2021

wir hoffen, ihr seid gut in das neue Jahr gestartet! 

Für uns war es ein Jahresbeginn mit gemischter Bilanz. Einerseits gute Nachrichten! Das Rettungsschiff Ocean Viking von SOS Méditerranée, das wir dank eurer Hilfe nach fünfmonatiger Festsetzung wieder in den Einsatz bringen konnten, hat 374 Menschenleben gerettet! Alle Menschen konnten sicher an Land gebracht werden.

Und auch mit unserem neuen, zweiten Bündnisschiff SEA-EYE 4 geht es voran! Das Schiff ist auf dem besten Weg, bald in seinen ersten Einsatz starten zu können. Doch es gibt auch traurige Nachrichten: Wieder sind bei mehreren Bootsunglücken dutzende Menschen ertrunken. Immer noch ist unser erstes Bündnisschiff Sea-Watch 4 festgesetzt und weiterhin fliehen Menschen über das Mittelmeer. 

Das bedeutet: Es kommt weiter auf uns alle und unsere Solidarität an. Lasst uns auch in diesem Jahr für die Menschenrechte einsetzen und helfen, Leben zu retten! 

Bleibt gesund & solidarisch!

Euer United4Rescue-Team

Neuigkeiten von unseren Bündnisschiffen

Warten auf die Sea-Watch 4

Die Entscheidung über die Freilassung der Sea-Watch 4 wurde auf den 23. Februar verschoben. Das Gericht in Palermo wartet laut Sea-Watch auf den Beschluss des Gerichtshofes der Europäischen Union (EuGH) zum weiteren Verfahren. Das Warten geht also weiter.

Am 23. Dezember verwies das Verwaltungsgericht von Palermo die von Sea-Watch eingelegten Rechtsmittel gegen die administrativen Festsetzungen der beiden Schiffe Sea-Watch 3 und Sea-Watch 4 an den EuGH. Dabei entscheidet der EuGH nicht nur über die Sea-Watch 3, sondern auch über die generelle Rechtmäßigkeit der Anwendung der europäischen Richtlinie über Hafenstaatkontrollen (2009/16/EG) auf alle humanitären Schiffe unter ausländischer Flagge. Ein solches Gerichtsverfahren ist kompliziert. Wir informieren euch daher demnächst in einem ausführlichen Interview mit Sea-Watch zum Verfahren – und planen zudem Anfang März ein Live-Gespräch mit Sea-Watch, in dem ihr all eure Fragen zu unserem Bündnisschiff Sea-Watch 4 direkt stellen könnt. 

Mehr Infos zum Webinar findet ihr demnächst in unserem Logbuch und auf unseren Social Media Kanälen.
Die Ocean Viking bei ihrem Einsatz im zentralen Mittelmeer.
Copyright Fabian Mondl / SOS MEDITERRANEE

Auch dank euch: Die Ocean Viking rettet 374 Menschen!


Enorm froh sind wir, dass die Ocean Viking von SOS Méditerranée nach fünf Monaten Festsetzung wieder Leben retten konnte. Dank eurer Spenden haben wir einen notwendigen Umbau des Schiffes mit 170.000 € unterstützt. So konnte die Ocean Viking am 11. Januar in den Einsatz starten und in vier Einsätzen 374 Menschen retten. Eine schwangere Frau wurde aus medizinischen Gründen unmittelbar vom Schiff evakuiert und von der italienischen Küstenwache an Land gebracht. Doch auch alle anderen Geretteten konnten bald an Land gehen: Die Ocean Viking bekam Augusta auf Sizilien als sicheren Hafen zugewiesen, wo alle übrigen 373 Geretteten nach einem negativen COVID-19-Test von Bord gehen konnten. 

Lest hier das Interview, dass wir mit Till Rummenhohl von SOS Méditterranée geführt haben. 

Eine detaillierte Einsatzchronik findet ihr hier

Nach diesem erfolgreichen Einsatz ist die Ocean Viking am 2. Februar direkt wieder in den Einsatz gestartet und aktuell das einzige zivile Rettungsschiff im zentralen Mittelmeer. Wie wichtig diese Hilfe ist, zeigt unter anderem, dass allein im Januar 2021 bereits mindestens 43 Menschen auf ihrer Flucht über das Mittelmeer ertrunken sind und es zudem illegale Rückführungen von mindestens 300 Flüchtlingen nach Libyen gab.

BREAKING NEWS: In diesem Moment erreicht uns die Nachricht von SOS Méditerranée, dass die Ocean Viking heute Morgen 121 Menschen von einem überbesetzten Schlauchboot gerettet hat, darunter 19 Frauen und zwei kleine Kinder. Mehrere Menschen waren bereits über Bord gegangen, Gott sei Dank konnten jedoch alle sicher an Bord der Ocean Viking gebracht werden.

Umbauarbeiten auf der SEA-EYE 4

Auf der SEA-EYE 4 wird weiterhin unter Hochdruck geschraubt, geschweißt und gebaut. Zwei von insgesamt fünf Containern stehen als zukünftige Unterkünfte für Gerettete bereits auf dem Achterdeck und werden jetzt mit Betten ausgestattet. Außerdem wird der Innenausbau vorangetrieben: Wände werden gesetzt, um Räume für das Bordkrankenhaus und eine Kombüse zu schaffen. Die Kabinen und Sanitäranlagen für die Besatzung wurden überholt und auf den neuesten Stand gebracht. Die Kabinen bieten nun Platz für jeweils zwei Crewmitglieder. Im Maschinenraum wurden die Hauptmaschine des Schiffes und Stromgeneratoren überholt.

Der Umbau geht auch deshalb so gut voran, weil unser Spendenaufruf “Wir schicken noch ein Schiff” mit dem Video “Drowned Requiem” so erfolgreich ist! Dank tausender Spenden ist unser Spendenziel von 434.000 Euro fast erreicht! 

Den aktuellen Spendenstand könnt ihr hier verfolgen. 

Nur noch rund 15.000 Euro trennen uns vom Ziel, den Kauf und Umbau der SEA-EYE 4 finanzieren.

Zur Spendenkampagne
Unser Bündnis wächst und wächst – und wird immer bunter!

Als 700ste Bündnispartnerin ist die “Kleine Kita Mittendrin” aus Berlin-Neukölln “an Bord” gekommen.

Wir freuen uns auch über das Landesjugendwerk der AWO Saarland, die Spanische Evangelische Kirche, das Modelabel MENASHION, das brandenburgische Jugendhilfe-Netzwerk polylux e.V. und die vielen anderen neuen Bündnispartner:innen der letzten Tage & Wochen!    

Lesetipp


Die Süddeutsche Zeitung hat für 2020 eine detaillierte Chronik über die Entwicklungen im zentralen Mittelmeer erstellt. Lesenswert für alle, die mehr wissen und verstehen wollen! 
 

Materialien


Für Kirchen & Gemeinden: Auf unserer Webseite finden sich jetzt liturgische Bausteine zur Fasten- und Passionszeit. Psalmen, Textcollagen und Gebete zum Trauern und Hoffnung schöpfen. Online auf www.united4rescue.com/mitmachen (ganz nach unten scrollen!)

Groß und großartig: Mehr als 3000 Menschen haben am Online-Gottesdienst zum 4. Advent von unserem Bündnispartner Spirit&Soul teilgenommen, an dem u.a. auch Heinrich Bedford-Strohm, Judy Bailey und Sven Giegold mitgewirkt haben.

Damit war es der größte deutsche Internetgottesdienst 2020 und erbrachte eine enorme Kollekte von mehr als 25.000 €! 

Digitales Bilderbuch
Schaut euch hier viele neue Fotos von der ersten Mission unseres Bündnisschiffes Sea-Watch 4 an!

Spendenkonto:
Trägerverein Gemeinsam Retten e.V.
IBAN: DE93 1006 1006 1111 1111 93
BIC: GENODED1KDB
Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank

 

Flüchtlinge, Mittelmeer, Boot, Seenotrettung, Flüchtlingspolitik
Flüchtlinge im Mittelmeer (Archiv) © Tim Lüddemann @ flickr.com (CC 2.0), Tim Lüddemann

MITTELMEER

„Ocean Viking“ rettet weitere 140 Menschen vor dem Ertrinken

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" hat innerhalb weniger Tage weitere 140 Flüchtlinge vor dem Ertrinken gerettet - darunter vier kleine Kinder. Im laufenden Jahr wurden bereits 86 Tote oder Vermisste registriert.

Montag, 25.01.2021, 5:23 Uhr|rLesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

 

In nur zwei Tagen hat das Rettungsschiff „Ocean Viking“ etwa 260 Menschen vor dem Ertrinken im Mittelmeer gerettet. Am Freitagmorgen holte die Besatzung rund 140 Flüchtlinge aus zwei in Seenot geratenen Schlauchbooten an Bord, darunter viele kleine Kinder und Frauen, wie die Hilfsorganisation SOS Méditerranée, die das Schiff betreibt, erklärte. Am Donnerstag hatte die Crew bereits 119 Geflohene aus einem überfüllten Schlauchboot vor der libyschen Küste gerettet. Darunter seien 59 Minderjährige gewesen, davon vier kleine Kinder, das jüngste im Alter von vier Wochen.

 

Die „Ocean Viking“ ist erstmals nach fünf Monaten Festsetzung wieder im Einsatz und derzeit das einzige private Rettungsschiff im zentralen Mittelmeer. Die italienischen Behörden hatten die „Ocean Viking“ im Juli vergangenen Jahres festgesetzt und erst im Dezember freigegeben, der Organisation zufolge wegen neuer Auslegungen der Sicherheitsanforderungen. Im vergangenen Jahr haben die italienischen Behörden zahlreiche private Schiffe, die Migranten gerettet hatten, für mehrere Monate festgesetzt wegen angeblicher Sicherheitsmängel. Das Mittelmeer gilt als eine der gefährlichsten Flüchtlingsrouten.

Im vergangenen Jahr starben laut der Internationalen Organisation für Migration 1.366 Menschen auf dem Weg über das Meer, 977 davon im zentralen Mittelmeer. In diesem Jahr wurden bereits 86 Tote oder Verschwundene registriert. Die Dunkelziffer liegt jedoch vermutlich deutlich höher.

 Am Mittwoch waren nach einem Schiffbruch vor der libyschen Küste mehr als 40 Menschen ertrunken und mindestens 150 Flüchtlinge nach Libyen zurückgezwungen worden, wo sie vermutlich in Internierungslager mit unmenschlichen Zuständen gebracht wurden.

Die am Donnerstag von der „Ocean Viking“ Geretteten stammen unter anderem aus Guinea, Mali, Kamerun und der Elfenbeinküste. (epd/mig)

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

unser Schiff, die Ocean Viking, ist nach fünf Monaten endlich wieder frei und nicht mehr in Italien festgesetzt! Wir sind unglaublich erleichtert und froh, bald schon wieder retten zu können! Diese gute Nachricht ist das Ergebnis der harten Arbeit unserer Teams als auch der unermüdlichen Unterstützung zahlreicher europäischer Bürger*innen.

Es war ein steiniger Weg von der Festsetzung im Juli bis zur Freilassung Ende Dezember. Denn wenn es neben den Restriktionen durch die COVID-19-Pandemie im letzten Jahr noch einen weiteren Knackpunkt für die zivile Seenotrettung im Mittelmeer gab, dann, dass die Blockade ziviler Seenotrettung mit der Festsetzung ihrer Rettungsschiffe wegen angeblicher Sicherheitsmängel und unter administrativen Vorwänden einen neuen Höhepunkt erreichte.

Wie wir durch dieses schwierige und herausfordernde Jahr gekommen sind, was wir auf See und an Land erlebt haben und welche Momente uns Mut und Kraft gegeben haben, wollen wir in diesem „Blick zurück“ mit euch teilen.  

Unsere Arbeit ist nur möglich, weil ihr hinter uns steht. Dafür unseren Dank!  

Viel Kraft für das neue Jahr & #TogetherForRescue  
Euer Team von SOS MEDITERRANEE  

 
DAS WAR 2020
Die COVID-19-Pandemie hat die humanitäre Lage im zentralen Mittelmeer weiter verschärft, die Auswirkungen auf unseren Einsatz waren enorm: Die Ocean Viking war im Februar das erste zivile Seenotrettungsschiff im Mittelmeer, dessen Besatzung wegen der Pandemie zwei Wochen unter Quarantäne gestellt wurde.

Anfang April erklärten Italien und Malta mit Verweis auf die öffentliche Gesundheit ihre Häfen für das Anlanden von aus Seenot geretteten Menschen für „unsicher“. Auch die im Herbst 2019 beschlossene Malta-Vereinbarung zur Aufnahme und Verteilung aus Seenot geretteter Menschen in der EU wurde ausgesetzt.  

In dieser dynamischen Situation fällten wir im März die schwierige Entscheidung, unseren Rettungseinsatz zu unterbrechen, um genau zu bewerten, wie der Schutz unserer Crew sowie der von uns geretteten Menschen auch in Zeiten einer Pandemie gewährleistet werden kann und unter welchen Bedingungen ein Auslaufen wieder möglich ist. Darüber kam es leider zum Bruch mit unserer medizinischen Partnerorganisation Ärzte ohne Grenzen.
Rückkehr in den lebensrettenden Einsatz
Anfang Juni konnten wir unsere Arbeit auf See endlich wieder aufnehmen. Unter strengsten COVID-19-Vorkehrungen und mit unserem ersten eigenen medizinischen Team konnten wir ins zentrale Mittelmeer zurückkehren.

181 Kinder, Frauen und Männer wurden in vier dicht aufeinander folgenden Einsätzen von unseren Teams vor dem Ertrinken gerettet. Mehr als eine Woche wartete die Hälfte der Geretteten darauf, an einem sicheren Ort von Bord gehen zu können.

Nach sechs Selbstmordversuchen Geretteter innerhalb von 24 Stunden und sieben ergebnislosen Anfragen um die Zuweisung eines sicheren Ortes, sahen wir uns am Nachmittag des 3. Juli gezwungen, an Bord der Ocean Viking den Notstand auszurufen – das erste Mal in vier Jahren Einsatz. 

Erst vier Tage nach der Ausrufung des Notstand durften alle Geretteten von Bord gehen. Die Besatzung der Ocean Viking wurde für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Danach setzen die italienischen Behörden die Ocean Viking am 22. Juli 2020 aus administrativen Gründen in Sizilien fest.
Nach fünf Monaten kostspieliger Nachrüstungen, die uns die italienischen Behörden auferlegten, kam die Ocean Viking am 21. Dezember nach einer erneuten Hafenstaatskontrolle endlich frei.
Zwei Tage später nahm unser Rettungsschiff Kurs auf Marseille, wo die Crew an Bord gehen wird und weitere Vorräte geladen werden.

Im Jahr 2020 starben laut dem Missing Migrants‘ Project der IOM mindestens 779 Kinder, Frauen und Männer im zentralen Mittelmeer. Eine Minimalschätzung, in der diejenigen, die ungesehen ertrunken sind, fehlen. Wenn zivile Rettungsschiffe festgehalten werden, können nicht nur Menschen nicht gerettet werden, es ist auch kaum noch jemand vor Ort, der die Situation vor Ort bezeugt.

 

Covid-19 hat uns auch an Land in Trab gehalten. Der Ausfall von Podiumsdiskussionen, Konzerten, Festivals und Lesungen bedeutete, dass wichtige Möglichkeiten für den Austausch zum Thema Seenotrettung und Spendensammeln fehlten. Zeitgleich war die humanitäre Katastrophe im Mittelmeer höchstens eine Randnotiz in der öffentlichen Debatte.

Vor allem unsere Freiwilligengruppen, unser Vorstand sowie zahlreiche Unterstützer*innen haben sich mit kreativen, spannenden und informativen Corona-konformen Aktionen oder - Angeboten ins Zeug gelegt: wir waren mit Redebeiträgen bei Online-Demos vertreten, konnten beim Social Sofa Festivalvon unserer Arbeit berichten, haben im Rahmen der Mittelmeermonologe den Hörer in die Hand genommen und eine Online-Solidaritätsaktion unter dem Hastag #AlleRetten gestartet.

Der Podcast „Save our Souls“ und die Reihe „Solidarity is not enough" der Freiwilligengruppe Berlin wurden ins Leben gerufen. Im Oktober lief in mehreren europäischen Kinos zeitgleich der Film „Nummer 387", um an die Toten im Mittelmeer zu erinnern. Trotz der Kontaktbeschränkungen konnte sich eine neue Freiwilligengruppen in München bilden – willkommen!

Zwei neue Berichte zur Situation auf dem Mittelmeer
Völkerrecht über Bord – Wie die EU die Pflicht zur Seenotrettung auslagert“ zeigen wir anhand detaillierter Einsatzdaten, wie die EU ihrer Verantwortung Leben zu retten, immer weiter ausweicht und stattdessen den fragwürdigen Akteur libysche Küstenwache aufbaut. Der informative Report erklärt die Grundlagen des internationalen Seerechtsund beschreibt wie politische und juristische Entwicklungen der letzten Jahre eben jenen rechtlichen Verpflichtungen brechen.
Zum Bericht...
 
Rund ein Viertel der von uns geretteten Menschen waren minderjährig. In unserem im November erschienenen Bericht „Schiffbrüchige Jugend" veröffentlichen wir die Augenzeugenberichte von zehn Jugendlichen, die wir nach Rettungen an Bord hatten.

Mit zusätzlichen Informationen, Fakten und Illustrationen versuchen wir die komplexen Realitäten von unbegleiteten Minderjährigen auf der Flucht greifbar zu machen.  
 Zum Bericht...
 
Petition "Sicherheit statt Ertrinken"
Anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft haben wir Anfang Juli eine Petition an Außenminister Heiko Maas gestartet. Unter dem Titel „Sicherheit statt Ertrinken” forderten wir ihn auf, sich innerhalb der EU für ein europäisches Seenotrettungsprogramm einzusetzen.

Mehr als 51.000 Menschen haben unsere Forderungen unterzeichnet und gegen das Sterben im Mittelmeer protestiert. Danke an alle Mitmachenden für diese große Unterstützung!   
SOS SESSIONS #TogetherForRescue
Seenotrettung ist Pflicht – auch im Mittelmeer! Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen und Spenden für unseren Einsatz zu sammeln, haben uns höchst engagierte Musiker*innen, Schauspieler*innen und Moderator*innen während unseres dreitägigen Onlinefestivals SOS SESSIONS im Festsaal Kreuzberg unterstützt.

Zu sehen und zu hören waren exklusive Konzerte, Lesungen und Talks von AnnenMayKantereit, Milky Chance, Giant Rooks, Katja Riemann, Pheline Roggan, der Cast von Babylon Berlin, das Vision String Quartet, Hadnet Tesfai und Aida Baghernejad. Die eindrücklichsten Momente haben wir in unserem bewegenden Best of Video zusammengefasst.
 
P.S. : Für unseren Einsatz im Mittelmeer brauchen wir auch in 2021 finanzielle Unterstützung. Die Stadt München legt bis zum 31. Januar 2021 für jeden gespendeten Euro über diesen Link einen weiteren Euro drauf! Spende jetzt!
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