Der Hirnkostverlag aus Berlin hat das Buch

- Todesursache: Flucht -

2. Auflage, Juni 2019

herausgegeben.

 

In diesem Buch sind alle belegten Fälle der Menschen verzeichnet, die in den letzten 26 Jahren auf der Flucht nach und in Europa ums Leben gekommen sind.

 

Die dokumentierten Fälle basieren aus dem Verzeichnis des europäischen Netzwerkes ´United for Intercultural Action`in Amsterdam.

 

Mit diesem Buch wird  an beispielhaften Namen und in kurzen Porträtgeschichten von einigen Menschen versucht, diese dem Vergessen zu entreißen und das Ausmaß dieser Tragödie unserer Zeit besser zu fassen zu bekommen - und der Debatte um Flucht und Tod wieder ein menschliches Antlitz zu geben.

 

Die mehr als 300 Buchseiten umfassende Liste wird außerdem um Berichte von Überlebenden und Beiträgen von Heribert Prantl, Rolf Gössner, Heinrich Bedford-Strohm, u.a. ergänzt.

 

Das Buch kann für €10,00 direkt beim Verlag https://shop.hirnkost.de/ 

oder für € 10,00  in der Geschäftsstelle der Kirchengemeinde Cadenberge, Claus-Meyn-Str. 2a erworben werden.

 

 

Hier sehen Sie einen Sonderdruck der ´taz´ zum Thema- klick mich-.

 

 

Einige Zitate aus dem Buch

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Die Menschenrechte gelten überall. Und sie erfordern überall unseren Einsatz. Mitmenschlichkeit kennt keine Nationalität, sie kennt keine geographischen Grenzen.

 

Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der ­Evangelischen Kirche in Deutschland

 

Seit Jahren, seit Jahrzehnten gibt es auf EU-Konferenzen die ewig gleichen, tumben Vorschläge zur Flüchtlingspolitik: Bekämpfung der Schleuserbanden, besserer Schutz der EU-Außengrenzen, ­Rückführungspolitik. Die Abwehr von Flüchtlingen soll also perfektioniert­ werden. Europas Politiker waschen bei alledem ihre Hände in Unschuld – sie waschen ihre Hände in dem Wasser, in dem die Flüchtlinge ertrinken.

 

Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung

 

Menschenrechte sind unteilbar, egal woher wir kommen, an wen oder was wir glauben oder wen wir lieben. Wir dürfen nicht mehr stillschweigend erdulden, was Geflüchteten und anderen, die Hass und Hetze ausgesetzt sind, widerfährt. Wir müssen lauter werden, zusammenstehen, solidarisch sein und die unantastbare Würde eines jeden Menschen verteidigen­. Es geht darum, wie wir als Gesellschaft zusammenleben­ wollen, und um Solida­rität mit allen, die Diskriminierung ­ausgesetzt sind. Politik ist auch unsere Aufgabe.

 

Heike Martin, #ausgehetzt – das Bündnis

Wir haben keine Angst vor Menschen, die vor Krieg, Terror und Elend um ihr Leben gelaufen sind. Wir haben Angst um unseren ­Rechtsstaat, wenn unsere eigenen Regierungsvertreter unsere Grundwerte nicht mehr vertreten und an den Grundrechten rütteln. Wer aus der Rechtsprechung Mitgefühl und Barmherzigkeit verbannt, der macht Gesetze zu einem Instrument kalter Machtpolitik. Es gibt keine Gerechtigkeit ohne Mitgefühl und Barmherzigkeit!

 

Monika Hoenen, matteo – Kirche und Asyl

 

Diese Politik der EU und einzelner ihrer Mitglied­staaten,­ Geflüchtete primär als Sicherheitsrisiken­ zu betrachten und wie illegale Eindringlinge, ja „Invasoren“ zu behandeln und „zurückzuschlagen“, verletzt fundamentale und universell geltende Menschenrechte und bricht Völkerrecht.

 

    Rolf Gössner, Internationale Liga für Menschenrechte

 

Zäune und Mauern haben in der Vergangenheit nie auf Dauer dem Druck der Menschen standhalten können, die sich auf der Suche nach einem besseren Leben in Bewegung gesetzt haben. Das wird auch diesmal der Fall sein, sei es an den Grenzen Ungarns, in Ceuta, in Melilla oder wo auch immer noch weitere errichtet werden sollten.

 

Carlos Collado Seidel, PEN Zentrum Deutschland

 

 

Gerade Leute, die jetzt Angst vor Fremden, Überfremdung und Flüchtlingswellen haben, werden Rechte und Werte möglicherweise selbst dringlich benötigen, von denen sie glauben, dass sie Migranten leicht zu verweigern sind. Die Aufgabe dieser gemeinsamen Werte zerstört nämlich auch innerlich die Grundlage europäischer Gesellschaft.

 

Christoph K. Neumann, Institut für den Nahen und Mittleren Osten der LMU München

 

 

 

 

 

 

Es sterben Menschen, die wir retten könnten.

 

Wir sind nicht ohnmächtig, sondern untätig.

 

Lorenz Narku Laing, Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der LMU München

 

 

Gleichgültigkeit ist eine soziale Beziehung – eine Beziehung der Beziehungslosigkeit.

 

Stephan Lessenich, Institut für Soziologie der LMU München

 

 

Wir wollen in einer Zeit leben, in der wir miteinander in Dialog treten und gemeinsam darüber nachdenken, was unser Mensch-Sein und -Bleiben ausmacht. Darüber, was das Beste ist für das Gemeinwohl, um einen aus der Mode gekommenen Begriff zu gebrauchen – und wie man ihm am nächsten kommt. Das Beste für uns Europäer*innen. Und das Beste für die, die nicht das Glück hatten, in Frieden, Stabilität und Wohlstand auf die Welt gekommen zu sein.

 

Kristina Milz und Anja Tuckermann,

 

Herausgeberinnen „Todesursache:­ Flucht“